Der digitale Produktpass und Passenta — eine Einführung
Updated: 7/23/2026
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Worum es geht. Die EU führt schrittweise den digitalen Produktpass (DPP) ein. Das ist ein strukturierter Datensatz zu einem Produkt — Materialien, Nachweise, Konformitätsdokumente, Reparatur- und Recycling-Informationen —, der über einen QR-Code am Produkt abrufbar ist. Rechtsgrundlagen sind die Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781 und für Batterien die Batterieverordnung (EU) 2023/1542.
Wen es betrifft und ab wann. Verpflichtet sind die Unternehmen, die Produkte in der EU in Verkehr bringen — Hersteller, Importeure, teils Händler. Den Anfang machen Batterien: Ab dem 18. Februar 2027 braucht jede größere Batterie einen eigenen Pass pro Einzelstück. Weitere Branchen wie Textil, Möbel oder Maschinen folgen, sobald die EU die jeweiligen Detailregeln erlassen hat — mit Übergangsfristen von üblicherweise rund 18 Monaten, die erfahrungsgemäß größtenteils für das Zusammentragen der Daten aus dem eigenen Haus und der Lieferkette benötigt werden.
Die drei Bausteine der Pflicht
1. Der Pass selbst — die Hauptpflicht
Er enthält alle vorgeschriebenen Informationen, unterscheidet, wer was sehen darf (Öffentlichkeit, Behörden, Werkstätten), und muss über die gesamte Produktlebensdauer verfügbar und aktuell gehalten werden. Die EU speichert die Pässe nicht zentral; sie liegen beim Hersteller oder seinem Dienstleister.
Der Passenta-Pass ist dabei mehr als eine digitale Produktseite — vier Eigenschaften unterscheiden ihn:
- Er lebt über den Produktzyklus. Wartungen, Reparaturen und Prüfungen werden von Werkstätten und Servicepartnern direkt am Pass erfasst — über einfache Zugangslinks, ohne eigenes Konto. Jeder Eintrag durchläuft die Freigabe des Herstellers; aus dem statischen Dokument wird eine gepflegte Produktakte.
- Änderungen sind erkennbar. Jede veröffentlichte Fassung ist versioniert und kryptografisch signiert; wer einen Pass aufruft, kann seine Echtheit maschinell prüfen, und ältere Stände bleiben nachvollziehbar. Behörden und Geschäftspartner sehen damit nicht nur Daten, sondern belegbare Daten.
- Er trägt alle drei Ebenen. Modell, Charge und Einzelstück — je nachdem, was die jeweilige Produktregel verlangt — sauber getrennt und miteinander verknüpft, vom Serienprodukt bis zur einzelnen Maschine mit eigener Prüfhistorie.
- Die Lieferkette ist eingebaut, nicht angehängt. Zulieferer-Angaben und Nachweise fließen über strukturierte Abfragen direkt in den Pass ein, mit Herkunft und Freigabestand. Die Lieferkettenangaben sind dabei der Zugriffsebene für Behörden zugeordnet: Marktaufsicht und Zoll sehen bei einer Prüfung die vollständige Kette samt Belegen — öffentlich sichtbar wird davon nichts. Der Hersteller erfüllt so seine Nachweispflichten, ohne Bezugsquellen und Geschäftsbeziehungen gegenüber Wettbewerbern und Kunden offenzulegen.
2. Das zentrale EU-Register
Das Verzeichnis der Kommission: Dort ist einmalig hinterlegt, wer der Wirtschaftsakteur ist (Verifizierung), und für jedes registrierpflichtige Produkt die Kennung seines Passes — vor dem Inverkehrbringen. Das Register ist das Inhaltsverzeichnis, nicht der Speicher: Es kennt die Kennungen, nicht die Inhalte.
3. Der QR-Code am Produkt
Er führt direkt zum Pass.
Was Passenta ist
Passenta ist eine Software-Plattform, die diese Pflichten vollständig abdeckt. Unternehmen erfassen ihre Produktdaten strukturiert nach den Vorgaben ihrer Branche, verwalten Nachweise und Dokumente an einem Ort und holen Zulieferer-Angaben über einfache Abfrage-Links ein — der Lieferant braucht dafür keine eigene Software. Passenta erzeugt und betreibt die Produktpässe samt QR-Codes, steuert die Zugriffsrechte, überwacht Fristen und ablaufende Zertifikate und hält jeden Pass über den gesamten Lebenszyklus aktuell und erreichbar. Die Datenhaltung erfolgt ausschließlich in der EU; die Umsetzung ist an den harmonisierten europäischen Normen für Produktpass-Systeme ausgerichtet.
Wie Passenta das EU-Register für den Kunden erledigt
Die einmalige Verifizierung als Wirtschaftsakteur begleitet Passenta bis zum erfolgreichen Abschluss — von der Antragstellung bis zur Signatur, deren Details in der Praxis über Annahme oder Ablehnung entscheiden. Danach übernimmt Passenta die Registrierung im Auftrag: Jede registrierfähige Einheit wird automatisch geprüft, im vorgeschriebenen Format bei der EU eingereicht und mit der Registerbestätigung revisionssicher verbucht; fehlgeschlagene Einreichungen werden erkannt, korrigiert und nachgereicht. Auf Wunsch wird die Etikettenfreigabe an den Registerstatus gekoppelt, sodass registrierpflichtige Ware das Werk erst mit bestätigter Registrierung verlässt. Bei einer Prüfung durch Marktaufsicht oder Zoll steht der lückenlose Nachweis auf Knopfdruck bereit.
Das Modell in einem Satz
Die Software — Pässe erstellen, betreiben und aktuell halten — gibt es im Abonnement; Einrichtung, Verifizierungsbegleitung und der Registrierungsservice sind ergänzende Leistungen. Der Pass ist der Kern: Er ist das, was das Gesetz verlangt, was Kunden und Behörden aufrufen und was über Jahre gepflegt werden muss. Die Registrierung ist der vorgelagerte Verwaltungsschritt — bei Passenta ein automatisierter Teil des Betriebs, kein eigenes Projekt für den Kunden.
Stand: Juli 2026. Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung.
The journey of the pass
One product life, one line — and everything you can do along it
It starts when you create a product and ends at recycling. Every point in between lists the features Passenta provides there.
Use the arrows or swipe sideways — the line is wider than the screen.
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